Altartisch, Taufdeckel, Lesepult vor dem Bordesholmer Altar:

Hans Kock und der Hohe Chor

Friedrich

 

Auf der rechten Seite der Chorstufe - ungefähr dort, wo über Jahrhunderte das Grabmal von Friedrich I. stand - fand die 1480 gestiftete Bronzetaufe aus der Werkstatt von Hinrick Klinghe ihren Platz. Für den Taufkessel mit einem Durchmesser von fast einem Meter schuf Kock eine Abdeckung, in die eine kleine silberne Taufschale aus dem Jahr 1717 integriert ist.

Die in Bronze gegossene leicht gewölbte Platte zeigt im Flachrelief drei Rosetten und dazwischen die Spitzen eines Dreiecks, das die Blüten zu durchdringen scheint. Eine Rosette ist abnehmbar für die darunter liegende silberne Taufschale. Ihre Anordnung nimmt Bezug auf die Kreuzigung im Mittelrelief des Taufkessels,

Bodesholm Grab

Vollendet wurde die Neuordnung des Hohen Chores mit der Aufstellung eines Lese- und Predigtpultes links vom Altar. 1990 hatte Hans Kock den Auftrag dafür erhalten, im November 1991 fand die Einweihung statt.

Die Frontansicht zeigt ein Gitterwerk aus Eisenstäben, die in drei Spitzen als Symbol für die Trinität auf vergoldetem Untergrund auslaufen. Das Gitter darunter ist transparent und kann in den liturgischen Farben des Kirchenjahres hinterlegt werden. In seiner Mitte ist der hebräische Buchstabe Beth angebracht, mit dem die biblische Schöpfungsgeschichte beginnt. Die Rundungen und Diagonalen des Gitters lassen sich als Urchaos deuten, das durch die Klarheit und Bestimmtheit des Schöpfungswortes geformt wird.

Der Sinnbezug der Gestaltung ist deutlich: Das Lese- und Predigtpult dient der Wortverkündigung, die auf der Heiligen Schrift basiert. Zentrale Aussagen aus Altem und Neuem Testament bekräftigen diese Rückbindung.

Literatur: F. Grundmann: Hans Kock – Werke im kirchlichen Raum, 2010

Hans Kock & der Hohe Chor 1 | Hans Kock & der Hohe Chor 2

Katharina



Kruzifix in Greifswald



Dom in Greifswald



Altar in Greifswald



Skulptur Flammenzeichen

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